Standpunkt

„Standpunkt“ – an dieser Stelle beziehe ich Position zu Themen, die mich im Amt aber auch persönlich bewegen:
Diesmal geht es um die insulare Zusammenarbeit.

Nach dem abgewendeten Bürgerbegehren überlegt die Inselpolitik mit Unterstützung des Kreises Nordfriesland, wie die insulare Zusammenarbeit verbessert werden kann und ob ein insulares Gremium denkbar und möglich wäre, das verbindliche Entscheidungen für die gesamte Insel Sylt trifft.

Und natürlich wird überlegt, wie die Gemeinde Sylt die Aufgaben der Inselverwaltung besser und effizienter wahrnehmen kann.
Derzeit betreuen rd. 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rd. 100 Gremien auf Sylt, die fünf eigenständigen Gemeinden, das Amt Landschaft Sylt, vier Zweckverbände, mehrere Stiftungen und setzen darüber hinaus die gesetzlichen Pflichtaufgaben um.

Meine ersten Denkansätze dazu sind:

01 | Schaffung eines insularen Zweckverbandes, dem insular wichtige Entscheidungen abschließend übertragen werden wie z. B. die Bauleitplanung und das Schulzentrum Sylt.
Dieser Zweckverband.Insel.Sylt sollte auch Steuerungs- und Koordinierungsfunktion haben.

02 | Auflösung von bestehenden Zweckverbänden, wie z. B. den Landschaftszweckverband Sylt und den Zweckverband Inselgemeinschaft Flugplatz Sylt.
Dadurch können die insulare Gremienvielfalt und der Verwaltungsaufwand reduziert werden.

03 | Die vielfältigen Ausschüsse z. B. der Gemeinde Sylt sollten durch Zusammenlegung reduziert werden. Auch dadurch würde der Verwaltungsaufwand deutlich reduziert werden.

04 | Den Ortsbeiräten sollten sollten Aufgaben der Ausschüsse zur abschließenden Entscheidung übertragen werden. Dadurch würden die Ortsbeiräte gestärkt und lange politische Entscheidungsprozesse vermieden werden.

05 | Freiwillige Leistungen sollten auf ihre Wirksamkeit und ihren Verwaltungsaufwand hin überprüft werden.
Freiwillige Leistungen ohne nachhaltige Wirkung sollten zur Reduzierung des Verwaltungsaufwands aufgegeben werden.

06 | Um Prozesse zu beschleunigen sollten Richtlinien für die Verwaltung beschlossen werden, die dann nur noch von der Verwaltung abgearbeitet werden. So könnten z. B. Fördermittel für Vereine und Verbände schneller und ohne Gremienbetreuung ausgezahlt werden.

07 | Die Verwaltungsstruktur wäre an die neuen politischen Strukturen anzupassen, um die Gremienbetreuung und Aufgabenwahrnehmung effizienter zu gestalten.

08 | Auch könnte die Gemeinde Sylt dem Amt Landschaft Sylt beitreten.
Soweit durch Übertragung von Aufgaben auf den Amtsausschuss umfangreichere Themen bzw. Entscheidungen als die in Ziffer 01 | genannten Möglichkeiten denkbar sind wäre dies eine weitere Option.
Dann könnte auch über die Einstellung eines Amtsdirektors/einer Amtsdirektorin als Leiter/Leiterin der Verwaltung nachgedacht werden, um die Leitung der Verwaltung vom Bürgermeister der Gemeinde Sylt abzukoppeln.
Ob diese kostenintensive Lösung bei gleichbleibenden Personalressourcen jedoch wirtschaftlich sinnvoll ist, wäre zu prüfen.

09 | Um aber wirklich eine insulare Zusammenarbeit zu gewährleisten gibt es nur eine Lösung:
Die Fusion aller fünf Gemeinden auf Sylt zu einer einzigen Gemeinde.
Eine einzige Gemeinde mit einer einzigen Gemeindeverwaltung.
Diese Lösung wird aber wohl ein Traum bleiben, zumindest werde ich dies wohl nicht mehr erleben dürfen – erleben dürfen in meinem Leben.
I have a dream: Sylt als Einheit. Sylt als eine Heimat.

Die Wut greift an und verletzt
wer wütet erkennt seine Grenzen kaum
wichtig was jeder dagegen setzt:
Wertschätzung! Sie gibt Respekt weiten Raum.

(Bernd Standhardt für Nikolas Häckel, www.meer-als-worte.de)

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